3. Griechenland

καλή μέρα – kalí méra -, guten Tag, liebe Freunde und Weggefährten, seid herzlich gegrüßt aus dem wunderschönen und sonnigen Ελλάδα – Elláda -, also Hellas oder heute bekannter unter dem Namen Griechenland. Wie man bei Wikipedia nachlesen kann, ist ja Ἑλλάς – Hellás – „die Eigenbezeichnung Griechenlands in der Antike und bis heute in antikisierendem Sprachgebrauch.“

Und hier sind wir schon beim Thema: Antike. Tief sind wir hineingetaucht ins antike Griechenland, als da wären: Olympia (berühmte Sportstätte), Mykene (antike Stadt), Epidauros (antikes Theater), Korinth (bekannt aus den biblischen Paulusbriefen), Athen (Akropolis), Kap Sounion (Poseidontempel) und Delphi (Kultstätte mit dem Orakel). Nicht antik, sondern teilweise immer noch aktuell, sind die faszinierenden Meteoraklöster, die waghalsig anmutend auf riesigen Felsen und Berggipfeln stehen – inmitten einer atemberaubenden Landschaft. Überhaupt, das ist neben der in Griechenland omnipräsenten Antike der andere bleibende Eindruck: die Landschaft, Meer und Berge, Baumwollfelder, die Spannungsbögen von Betonstädten zu bezaubernden Dörfern sowie von antiken Ausgrabungsstätten zu dem ‚Snack‘-Automaten neben dem ‚Ticket-Office‘.

Die archäologischen Sehenswürdigkeiten sind heutzutage Zentren des Massentourismus und entsprechend teuer und überlaufen. Aber trotzdem haben wir uns vieles angeschaut – und das meiste hat sich wirklich gelohnt. Am faszinierendsten war es für uns zu erleben, dass da tatsächlich und ganz real vor Tausenden von Jahren Menschen gelebt, unglaubliche Gebäude errichtet und höchst ästhetische und kunstvolle Gegenstände kreiert haben. Man muss nur in seinem Kopf die antiken Stätten ein wenig ‚zum Leben erwecken‘ und darf nicht nur ‚tote Steine‘ sehen.

Musiziert haben wir natürlich auch – am Leuchtturm von Gytheio, am Strand des „Seemeeres“, wie Conny das nennt, einer seegleichen Meeresbucht auf einer Halbinsel nördlich von Korinth, und auf einem schönen Platz inmitten der Klöster von Meteora. Meist wollten wir nur für uns üben, aber immer wieder hatten wir interessierte und oft auch begeisterte Zuhörer (und -schauer). Das Schönste hierbei ist für uns, dass wir durch die Musik – und nicht zuletzt aufgrund der hirnrissigen Aktion, neben einem Saxophon einen leibhaftigen Flügel durch die Welt zu schleppen – mit Menschen ins Gespräch kommen und sie kennen lernen, soweit das in der Kürze der Begegnung eben möglich ist.

Von all diesen Erlebnissen und Eindrücken aus dem Land der Hellenen wollen wir erzählen. Um nicht so viel schreiben zu müssen – schließlich dösen wir lieber in der Sonne -, wollen wir vor allem lieber Bilder sprechen lassen. Also, tauche mit uns ein in die Welt der Kultur und Natur Griechenlands…

Hauptverkehrsstrecke von Sarande (Albanien) zur griechischen Grenze
Fahrt auf der Rio-Andirrio-Brücke bei Patras über den Golf von Korinth in den Peloponnes

Kurzer Zwischenstopp in Patras. Hier gibt es einen Leuchtturm und ein kleines antikes Theater, das immer noch bespielt wird. Ansonsten ist die Stadt mäßig-schön…

Unsere Route führte uns anschließend zur wohl berühmteste Sehenswürdigkeit in Griechenland (neben der Akropolis in Athen natürlich): zum antiken Olympia, Gründungsstätte der Olympischen Spiele, aber auch Heiligtum des Göttervaters Zeus.

Auf dem Busparkplatz vor dem Museum in Olympia

Folge uns nun ins „Heiligtum von Olympia“:

Das ‚Allerheiligste‘: der Zeus-Tempel

Aber auch das haben wir in Olympia entdeckt – etwas, das wir noch nie zuvor gesehen hatten: ‚green cola‘ – quasi Cola Light mit Stevia gesüßt (als kleinen Beitrag zu den ‚tails of the unexpected‘, also den ‚unerwarteten Endungen‘ eines Themas…)

Der kleine charmante Ort Kardamyli liegt südöstlich von Kalamata, der großen, bei Touristen beliebten Stadt im Süden des Peloponnes. Mit seiner fantastischen Lage und seinen bezaubernden Häusern lud Kardamyli uns ein, hier eine ‚Jause‘ einzunehmen, wie es in Österreich genannt wird. Wir sind hier also eingekehrt. Und anschließend ein bisschen spazieren gegangen…

Hier mussten wir bei unserem Spaziergang durch Kardamyli umkehren…

Unser nächstes Nachtlager schlugen wir auf einer sehr idyllischen Halbinsel mit einem Leuchtturm an deren Ende bei Gytheio auf. Der Weg dorthin führte uns über eine bergige und kurvige Küstenstraße durch enge Dorfdurchfahrten vorbei an fantastischen Panoramen.

Gytheio ist eine kleine Stadt entlang eines langen Piers mit vielen Restaurants und Hotels. Ein bisschen touristisch, aber ganz nett. Zunächst waren wir unsicher, ob es erlaubt war, auf der Halbinsel zu kampieren, denn vor deren Zufahrt am Bootspier, stand ein sehr vergilbtes, verbogenes Schild mit durchgestrichenem Zelt und Wohnwagen. So entschlossen wir uns, die Halbinsel zunächst zu Fuß zu erkunden. Dieses Fleckchen Erde zeigte sich dabei derart verlockend, dass wir uns einfach auf den Standpunkt stellten, erstens ja nicht zu zelten und zweitens keinen Wohnwagen dabei zu haben. Nein, unser Anhänger ist so manches, aber eben kein Wohnwagen! Und nicht im Auto schlafen zu dürfen, davon stand auf dem Schild ja nichts…

Die Entscheidung war goldrichtig. Der Platz war einfach großartig. Umgeben von lichtem Wald, durch den fast ringsum das Meer zu sehen war. Und es gab ein total lauschiges Plätzchen direkt am Wasser unter dem Schatten eines schönen Baumes, umgeben von wild wachsenden Alpenveilchen…

Die Idylle und Ruhe am nächsten Morgen inspirierte zum Klavierspielen. Also Klappe auf und ran an die Tasten. Doch kaum waren ein paar Töne erklungen, stand ein interessiertes und fröhlich lachendes Paar vor der luftigen Konzertbühne. Es waren Deutsche, Frank und Steffi, völlig überrascht und fasziniert von dem Bild des Flügels im Anhänger im Wald auf der Halbinsel. Kurz darauf kam auch noch ein weiters Paar auf Fahrrädern vorbei – Österreicher, Sabine und Achim. Und die waren ebenso baff wie die Anderen. Es entspann sich ein sehr nettes Gespräch, die Radler radelten einige Zeit später wieder weiter und mit Frank und Steffi saßen wir noch eine ganze Weile an unserem lauschigen Frühstücksplatz am Wasser unter dem Baum beim Kaffee. Bevor sie aber wieder das Weite suchen konnten, nötigten wir natürlich beide Paare dazu, sich auf unserer Gästebuch-Wand zu verewigen. Dass wir ihnen hierzu gefügig machende Drogen verabreicht hätten, würden wir aber strikt bestreiten…

Auf der Halbinsel von Gytheio

Aber wir waren ja nicht zu unserer großen Reise aufgebrochen, um einen schönen Platz zu entdecken, sondern zu erfahren, wie die Welt wirklich ist – zumindest soweit wir sie bereisen und erfahren können. Und zwar jenseits des Bildes, das wir durch die Medien und aus Klischeevorstellungen von ihr haben…

Also weiter geht’s!

Auf dem Weg zur berühmten antiken Stadt Mykene legten wir noch einen Stopp in Leonidio ein, wo wir direkt auf dem Sandstrand einen Schlafplatz fanden – und am nächsten Morgen aus dem Bett durchs Moskitonetz einen wunderbaren Sonnenaufgang beobachten konnten.

Den Weg von Gytheio nach Leonidio haben wir auszugsweise im folgenden Video zusammengefasst:

Mykene gibt es auch als den modernen Ort mit einigen Restaurants, einem Lebensmittelladen – und einem Souvenirshop. Bei dessen netter Besitzerin kauften wir für fünf Euro eine Zweiliterbottel selbstgemachten Weines – und erhielten die Erlaubnis, auf ihrem großen Grundstück unser Lager aufzuschlagen.

Unser Nachtlager neben dem Souvenirladen

Aber hier nun unser Rundgang durch’s antike Mykene. Auf dem ersten Foto sieht man das ‚Löwentor‘, auf den weiteren Häuser, Gräber, Stadtmauern mit dem hinteren Stadttor, und auf dem letzten das als ‚Schatzhaus des Atreus‘ bezeichnete prachtvollste der in Mykene erhaltenen Königsgräber:

Ausruhen unter dem Olivenbaum

An diesem Tag absolvierten wir ein touristisches Mammutprogramm. Denn direkt nach unserem Besuch von Mykene fuhren wir nach Epidauros, und besichtigten das berühmte antike Theater mit den dazugehörigen Ausgrabungsstätten und dem Museum, nachdem laut Ticketverkäufer dies alles in der guten Stunde zu bewältigen sei, bevor die Tore geschlossen wurden. Das Besondere des Theaters ist bekanntlich seine bemerkenswerte Akustik. Man kann eine im Zentrum der Bühne fallende Münze noch auf den oberen Rängen hören. Hier wieder ein paar Bilder dazu:

Auch Epidauros gibt es als heutigen Ort. Hier fanden wir neben einem Lagerplatz auch eine ganz entzückende Taverne mit einem Orangengarten und sehr leckeren griechischen Speisen. Da haben wir zu Abend gegessen – und am nächsten Tag gleich nochmal zu Mittag:

Von hier aus fuhren wir direkt nach Korinth. Wer ein bisschen bibelfest ist, weiß, dass Paulus hier – das heißt, natürlich in der antiken Stadt Korinth – zu den Menschen gesprochen und ihnen auch Briefe, eben die biblischen Korinther-Briefe, geschrieben hat. Das bedeutendste Bauwerk hier ist wohl der Apollon-Tempel. Etwas abseits der Stadt steht der Tafelberg, auf dem sich die Festung ‚Akrokorinth‘ befindet. Lassen wir wieder ein paar Bilder sprechen…

Etwas nördlich von Korinth schiebt sich eine große Landzunge ins Ionische Meer. An ihrer Spitze liegt das Städtchen Loutraki-Perachora an einem wunderschönen See, der aber gar kein See ist. Conny nannte ihn den „Meersee“. Der See hat nämlich eine flussähnliche Verbindung zum Meer, wird durch sie geflutet und ist somit salzig. Das folgende Video fasst einige Ausschnitte der Fahrt dorthin zusammen:

Fahrt zum „Meersee“

Hier verbrachten wir ein paar Tage an einem total ‚chilligen‘ Platz, wo neben schattigen Bäumen und einem Sandstrand zwei kleine Restaurants zu finden waren – und einige lustige Nachbarn, die in sehr unterschiedlichen fahrbaren Behausungen angereist waren. Wir stellten uns ganz frech ganz an der Seite des Platzes auf die schönste Stelle unter eine Kiefer direkt am Wasser. Dies war der zweite Ort, von dem wir am liebsten gar nicht mehr weggefahren wären…

Kaum hatten wir unser Lager aufgeschlagen, standen schon unsere neugierigen, aber sehr freundlichen Nachbarn an unserem Gefährt und wollten wissen, ob da wirklich drin ist, was drauf steht. Es waren natürlich wieder mal Deutsche. Und auch Österreicher. Als wir abends musizierten, erwiesen sie sich als begeisterte Zuhörer, die daraufhin fast immer anrückten, sobald aus unserer Richtung ein musikalischer Laut zu vernehmen war. Natürlich mussten auch hier unsere ‚treuesten Fans‘, Eckard und Helma, die innerhalb von drei Tagen zu Freunden wurden, sich auf unserer Gästebuch-Wand verewigen.

Ganz an der Spitze der Landzunge stand ein Leuchtturm auf der Anhöhe. Seitlich darunter, direkt am Wasser befand sich eine archäologische Ausgrabungsstätte, nämlich die Überreste eines Tempels, von dem aus man direkt ins türkisblaue Wasser hüpfen konnte. Davon haben wir natürlich Gebrauch gemacht. Herrlich!

Das folgende Video und die anschließenden Bilder lassen eine kleine Vorstellung der Atmosphäre dieses Platzes erahnen. Der Sonnenuntergang beim Abendessen in einem Restaurant am Strand gibt dazu den Rest…

Unser Platz am „Meersee“

Unsere liebe Camp-Nachbarin Helma überließ uns netterweise ein paar kleine Ausschnitte ihrer Mitschnitte, die sie aus ihrem Liegestuhl heraus aufnahm, während da ein bisschen Musik gemacht wurde – einmal abends und zweimal um die Mittagszeit:

Klaviermusik am „Meersee“

Schweren Herzens machten wir uns nach einigen Tagen an diesem entspannenden und erholsamen Ort wieder auf den Weg. Wir steuerten die Griechenmetropole Athen an.

Hier angekommen fanden wir einen Schlafplatz unterhalb der Akropolis. Wir konnten also zu Fuß zur berühmten Sehenswürdigkeit starten. Ideal! Also stürzten wir uns ins Touristengetümmel. Oft wird der größte Tempel als ‚Akropolis’ genannt, aber eigentlich bezeichnet dieser Name die Festung auf dem Hügel (wörtlich: ‚Oberstadt‘), die aus mehreren Gebäuden besteht. Dieser größte Tempel ist der ‚Parthenon‘. Dazu kommen noch zwei Theater am Fuße der Akropolis: das ‚Dionysostheater‘, das älteste Theater überhaupt in Griechenland, und das ‚Odeon des Herodes Atticus‘ mit 5.000 Sitzplätzen – als kleinere Version des Theaters von Epidauros, welches bis zu 14.000 Besuchern Platz bot. Bei weiterem fachlichen Interesse bezüglich der gesamten Akropolis guckst du hier…😉

Natürlich wollten wir uns den berühmten Sonnenuntergang, den man durch den ‚Poseidontempel’ am Kap Sounion bewundern kann, nicht entgehen lassen. Doch die ganze Aktion war etwas enttäuschend. Früher war der Tempel frei zugänglich. Doch inzwischen ist das ganze Areal ringsherum eingezäunt, und man muss – natürlich – Eintritt bezahlen. Acht Euro pro Person! Um anschließend mit zahllosen anderen Touristen um den abermals abgesperrten Tempel herumzustehen… Der legendäre Sonnenuntergang wäre durch die Säulen hindurch jedoch nur zu sehen gewesen, wenn man den Tempel betreten hätte können. Möglicherweise war das auch der Jahreszeit geschuldet, als wir da waren. So konnten wir den Sonnenuntergang eben nur seitlich beobachten – wenn wir eine Lücke zwischen den anderen Touristen fanden.

Aber die verwegene Conny stieg schnurstracks verbotenerweise auf einen antiken Brocken – bevor die Aufseherin mit ihrer Trillerpfeife protestierend eingreifen konnte -, streckte die Arme nach oben und schoss dieses sensationelle Foto:

Sonnenuntergang am Kap Sounion

Unsere nächste Station sollte Delphi sein, wo einst das Orakel das Schicksal weissagte. Auf dem Weg dorthin ließen wir nun Athen links liegen und passierten Griechenlands größtes Skigebiet. Erst bei Dunkelheit erreichten wir unser Ziel und fanden auf einem Berg oberhalb der antiken Ausgrabungsstätten einen Platz, wo wir bei einem wunderbaren Blick auf die Lichter der umliegenden Ortschaften die Nacht verbringen konnten. Zum Abendessen bereitete Conny aus einer Packung Spätzle, die Vetter Dieter uns bei der Abschieds-Gartenparty als Präsent überreichte, und Restbeständen von Käse und fertigen Röstzwiebeln, die wir vorsorglich eingepackt hatten, einen großen Topf original ‚Allgäuer Kässpätzle‘ 😉. Klar, wenn man alles selbst frisch herstellt, ist‘s noch besser. Aber wir fanden es köstlich. Und mit einer kühlen ‚Schneider-Weisse’ genossen wir so ein Stück Heimat in den Bergen Griechenlands.

Nach einem herrlichen Sonnenaufgang über den Bergen, den wir aus unserer Koje heraus beobachten konnten, machten wir uns daran, das antike Delphi zu erkunden. Natürlich ist das wieder mal eine total touristische Angelegenheit – wie alle Sehenswürdigkeiten in Griechenland -, aber wenn man schon mal in diese Gegen kommt… Hier ein kleiner Ausschnitt all dessen, was es da zu sehen gibt:

Unsere Griechenland-Rundfahrt neigte sich langsam dem Ende entgegen. Die Türkei wartete auf uns. Eine wichtige Sehenswürdigkeit wollten wir jedoch unbedingt noch mitnehmen: die ‚Meteora-Klöster’.
Auf dem Weg dorthin sahen wir an den Straßenrändern über viele Kilometer irgendwelches weißes Zeugs herumliegen. Zuerst dachten wir: „Welch eine Umweltverschmutzung, all diesen Papiermüll herumzuwerfen!“ Nach und nach sahen wir, dass das etwas Anderes sein musste. Aber was? Wir spekulierten auf Schafwolle, die von Lastern gefallen war. Aber Schafe werden jahreszeitlich früher geschoren. Conny ist in sowas ganz firm. Wir beschlossen, bei nächster Gelegenheit anzuhalten, um das weiße Mysterium näher zu untersuchen. Doch bevor uns dies möglich war, sahen wir, was es war. Auf dem nächsten Video kannst du es auch sehen…

Cottonfields
One. World. Wing. zwischen Baumwollfeldern

Man muss über die vielen Reisebusse und Horden von Touristen schon hinwegsehen. Dann aber eröffnet sich eine beeindruckende Komposition aus bizarren Gebirgsformationen, waghalsiger Architektur und pittoresken Gestaltungen der zugänglichen Klosterräume. Es gab ursprünglich 24 Klöster, die in schwindelerregenden Höhen auf Felsspitzen gebaut wurden. Einige der Meteora-Klöster sind heute noch bewohnt und können besichtigt werden. Wir haben uns aber nur eines angeschaut – nach dem Motto: ,Kennst du eines, kennst du alle…‘ Am Vorabend der Innenbesichtigung stiegen wir schon mal die zugängliche Außentreppe bis zum Portal hinauf. Da kamen uns tatsächlich zwei ‚Monks‘, also Mönche entgegen. Keinesfalls zu verwechseln mit den ‚Monkeys‘, deren Gesichter man auf manch‘ Felsen zu erkennen glaubt… 😉

In aller Herrgottsfrüh – wenn auch der erste Hahn noch schläft – wurden wir schier aus unserer Koje geschleudert. Wodurch? Höre selbst:

Der ‚Meteora-Sound‘ um 3:30 Uhr morgens im Auto (Originalaufnahme aus der Koje)

Um halb sieben ging das Getöse, das ja durchaus eine jazzige Rhythmik erkennen ließ, erneut los. Dem musste schließlich etwas entgegen getönt werden. Also auf die Klappe und ran an die Tasten! Ob‘s auf die Mönche jedoch eine ähnliche Wirkung hatte, wie deren Glockengeläut auf uns, bleibt aber nur eine wage Hoffnung…

Von Meteora bis Thessaloniki war es ein gutes Stück zu fahren. Daher genehmigten wir uns eine Pause vor einer gewaltigen Kathedrale, die jedoch angesichts Connys menschlicher Größe sichtlich geschrumpft war… 😉

In Thessaloniki erhofften wir uns Hilfe durch eine Werkstatt, die Connys griechischer Kollege Giorgos für uns recherchiert hatte. Die Auflaufbremse des Anhängers tat nämlich nicht mehr, was sie eigentlich sollte. Leider waren auch die anderen beiden Werkstätten, zu denen die erste uns weitergeschickt hatte, mit unserem Anliegen überfordert, denn es scheiterte meist schon an der fehlenden Hebebühne der entsprechenden Größe. Die dritte hatte sogar extra einen Bremsenspezialisten für LKWs fünfzehn Kilometer weit anfahren lassen. Dieser bemühte sich eine Stunde lang redlich – leider vergeblich. Die Auflaufbremse eines Anhängers funktioniert eben doch anders als eine Laster-Bremse. Bevor er wieder zurück fuhr, wollten wir ihn natürlich für seine Zeit und Bemühungen entlohnen, – aber mehr als einen Handschlag nahm er nicht an. So sind sie, die Griechen. Zumindest manche…

Der Bremsenspezialist in Thessaloniki

Auf dem Weg in die Türkei machten wir noch zweimal Station. Einmal übernachteten wir auf einem ziemlich leeren Parkplatz vor der Promenade von Eleftheres, wo wir am nächsten Morgen einen exklusiven Frühstücksplatz hatten – und den Wasserhahn der Stranddusche zum Auffüllen unserer Wasservorräte anzapfen konnten…

Für die letzte Übernachtung vor unserer Einreise in die Türkei fanden wir nochmal ein besonders bezauberndes Plätzchen: direkt auf einem Strand bei Alexandropoulis:

Der alte Flügel und das Meer

Nachdem unser Iran-Visum zu diesem Zeitpunkt nur noch sechs Wochen gültig war, mussten wir nun wirklich schauen, dass wir endlich in die Türkei kommen.

Folge uns dorthin – im nächsten Beitrag…

3 Kommentare zu „3. Griechenland

  1. Hi ihr zwei Weltenbummler!

    Ihr habt ja wieder viel erlebt und wundervolle Eindrücke mit uns geteilt! Echt Klasse! Wäre auch am liebsten gleich in der Taverne unter den Mandarinen gesessen.
    Ich hoffe eure Auflaufbremse konnte noch gerichtet werden!

    Euch weiterhin gute Fahrt und viel Spaß!

    LG Yvonne und Familie

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  2. Hallo ihr zwei, wollte eigentlich schon ins Bettchen doch eure traumhaften Bilder haben den Schlaf vertrieben. Da kann man nicht mehr aufhören zu schauen. Ihr macht das sehr schön.
    Adventliche Grüße aus Au

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  3. Hallo ihr Weltenbummler

    Seit wir euch auf dem Peloponnes getroffen haben, verfolgen wir regelmäßig euren musikalischen Weg. Wir wünschen euch alles gute zum neuen Jahr, weiterhin eine möglichst pannen- und unfallfreie Fahrt. Und vor allem viele nette Bekanntschaften.

    Sabine und Achim
    (die Radler)

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